Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der afg hat die LakoF Berlin eine Interviewreihe zur Geschichte, Erfolgen und Zukunftsstrategien der afg durchgeführt. Dazu hat die LakoF Berlin Prof. Dr. Sabine_ Hark (langjährige*r Sprecher*in der afg), Dr. Magdalena Beljan (seit 2018 Geschäftsführerin der afg) und Dr. Gabriele Jähnert (Gründungsmitglied der afg) interviewt. Die Reihe wurde auf LinkedIn veröffentlich, kann aber auch weiter unten als PDF eingesehen und gelesen werden.
Im Rahmen des MvBZ-Jubiläums 2026 *45 Jahre Zentraleinrichtung/10 Jahre MvBZ* finden im Sommersemester 2026 und im Herbst 2026 verschiedene Veranstaltungen statt, mit denen wir das Jubiläum begehen. Wir laden herzlich dazu ein!
„Von heute an gibt’s mein Programm!“ Die Autonome Frauenbewegung und die Erfindung des feministischen Buchmarkts in den 1970er- und 1980er-Jahren
Gehen wir heute in einen gut sortierten Buchladen unserer Wahl und fragen nach feministischer Literatur, werden wir schnell fündig. Biografische Erfahrungen wie Schwangerschaft oder auch sexualisierte Gewalt werden in der Gegenwartsliteratur vielfach literarisch beleuchtet. Diese Sichtbarkeit mag selbstverständlich erscheinen, doch wie so oft sind auch hier emanzipatorische Entwicklungen nicht vom Himmel gefallen, sondern erkämpft worden. In dieser Veranstaltung werfen wir daher einen Blick zurück in die 1970er- und 1980er-Jahre und fragen nach den Kämpfen und Strategien der autonomen Frauenbewegung sowie nach der Freien Universität als Schauplatz feministischer Öffentlichkeit.
Im Jahr 2026 feiert das Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung (HTMI) der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sein 25-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 steht das Institut für interdisziplinäre Forschung und Lehre an den Schnittstellen von Ökonomie, Recht, Verwaltung und Geschlechterforschung. Mit seinen Arbeiten hat das HTMI wichtige Impulse für Wissenschaft, Politik und gesellschaftliche Debatten zur Gleichstellung und zu Geschlechterverhältnissen in Wirtschaft und Staat gesetzt.
Unter dem Titel »25 Jahre HTMI – Feministische Utopien zwischen Ökonomie, Recht und Verwaltung« kommen Wissenschaftlerinnen, politische Akteurinnen, Alumni, Studierende und Wegbegleiter*innen des Instituts zusammen, um auf ein Vierteljahrhundert feministischer Forschung und Praxis zurückzublicken und Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren.
Freuen Sie sich auf ein Grußwort der Berliner Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe, eine Würdigung durch die Gründungsdirektorin des HTMI, Prof. Dr. Friederike Maier,
sowie einen Festvortrag der Soziologin und Geschlechterforscherin Prof. Dr. Sabine Hark.
Neben Beiträgen aus Wissenschaft, Politik und Praxis erwarten Sie ein Podiumsgespräch zur Zukunft feministischer Wirtschaftspolitik, die Verleihung des Politeia-Preises sowie eine Ausstellung zu 25 Jahren HTMI. Die Veranstaltung wird zudem von Live-Musik begleitet. Im Anschluss laden wir zu einem Sommerfest auf dem Campus mit Gesprächen, Catering und Musik ein.
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Weitere Informationen dazu sowie das Programm finden sich auf der Website der HWR Berlin.
Der Vortrag untersucht die Geschichte der Geschlechterforschung an der TU Berlin aus einer wissenspolitischen und epistemischen Perspektive. Dabei wird die institutionelle Entwicklung als Geschichte von Ausschlüssen, entstehenden Netzwerken und „schleichender Etablierung“ analysiert – sowie als Abfolge feministischer Interventionen in die Wissensproduktion verschiedener Disziplinen der Human- wie auch der Technik- und Planungswissenschaften. Diese Prozesse auf dem Weg der Konsolidierung der Geschlechterforschung an der TU Berlin führten Mitte der 1990erJahren zur strukturellen Verankerung dieser im Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG), das heute als Ort transdisziplinärer Lehre und Forschung weit über die Grenzen Berlins geschätzt wird. Im Fokus stehen zudem aktuelle Herausforderungen für die Geschlechterforschung und Gender-Lehre an der TU Berlin sowohl innerhalb der Geistes– und Bildungswissenschaften, als auch in den natur-, technik-, planungs- und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen. Hierzu wird auch zu reflektieren sein, inwiefern rückblickend von einem teilweisen Scheitern wissens- und gleichstellungspolitischer Bemühungen gesprochen werden muss.
Der Vortrag findet im Rahmen der Ringvorlesung Wissenschaft in bewegten Zeiten – 80 Jahre TU Berlin statt.
Weitere Veranstaltungen aus dem Bereich der Gender Studies an den Berliner Hochschulen finden Sie in unserem Gender Kalender. Gerne könnten Sie sich aber auch auf den Websites unserer Mitgliedseinrichtungen informieren.
Berlin bietet an seinen Universitäten und Hochschulen ein einmaliges Spektrum der Geschlechterforschung/Gender Studies. Einige Einrichtungen existieren bereits seit den 1980er Jahren, andere entstanden erst in jüngster Zeit – sie alle sind integraler Bestandteil der Berliner Hochschulentwicklung.
Im Jahr 2000 haben sich diese Einrichtungen zusammengeschlossen und gemeinsam die Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg) ins Leben gerufen.