Geschlechterforschung in Berlin
Frauen- und Geschlechterforschung an den Universitäten und Fachhochschulen in Berlin ist mit ihrer Tradition, der Breite ihres Spektrums und der Tiefe ihres Profils ein markanter Standortfaktor für die Wissenschaftsstadt Berlin.
- Die Einrichtungen der Frauen- und Geschlechterforschung in Berlin arbeiten sowohl fachspezifisch als auch fächerübergreifend. Die Erkenntnis, dass das Verhältnis der Geschlechter eine der grundlegenden gesellschaftlichen Organisationsformen ist, bildet den Ausgangspunkt in Lehre, Forschung wie auch in der Anwendung von Gender-Wissen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.Geschlechterstudien sind kein Fach, keine Disziplin, sondern eine "Querschnittswissenschaft". Sie nehmen mit ihren wissenschaftskritischen Ansätzen Einfluss auf Methoden und Inhalte traditioneller Fächer und tragen zu deren Ausdifferenzierung und Modernisierung bei. Gender Studies müssen daher sowohl in traditionellen Fächern und Studiengängen verankert sein als auch eine über Fächergrenzen hinausgehende Struktur und Kooperationsformen ausbilden.
- Gender Studies versetzen Studierende und AkademikerInnen wie PraktikerInnen in die Lage, fächerübergreifend in sozialen, politischen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Zusammenhängen zu denken, zu forschen und zu handeln. Internationalität und Interkulturalität sind dabei ein besonders hervorzuhebendes Merkmal.
- Die vielfältige und hoch spezialisierte Forschung in den Gender Studies ist inzwischen in eigenständigen Institutionen, Forschungsverbünden und Graduiertenkollegsvertreten und wird durch geeignete Instrumente zur Nachwuchsförderung ergänzt. Sie fasst nicht nur in traditionellen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen, sondern auch zunehmend in medizinischen, technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen Fuß.
- Die Frauen- und Geschlechterforschung ist deutlich an der Drittmitteleinwerbung der jeweiligen Einrichtungenbeteiligt.