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Fachhochschulen

Hochschule für Technik und Wirtschaft

9.988 Studierende

ca. 270 Professuren

5 Fachbereiche: Ingenieurwissenschaften I und II; Wirtschaftswissenschaften I und II; Gestaltung

(Stand WS 09/10)

Wegen ihres erfolgreichen Bemühens um Chancengleichheit für Frauen insbesondere im Technikstudium wurde die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin - ehemals Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) – in den Jahren 2002, 2005 und 2008 mit dem Prädikat Total E-Quality Science Award ausgezeichnet. Die Hochschulleitung unterstützt die systematische Herangehensweise in der praxisorientierten Anwendung von Gender Mainstreaming als einen Aspekt von Qualitätssicherung.

In dem Jahr 2008 hat die HTW die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet, um eine weitere Sensibilisierung der MitarbeiterInnen zum Thema „Gender und Diversity in der Hochschule“ zu erreichen. Programme zur Förderung von Wissenschaftlerinnen und Integration von Gender in Lehre und Forschung sind Bestandteil der Hochschulkultur. Die kontinuierliche Förderung von Promotionen, Postdoktorandinnen und die Verbesserung von Berufungschancen hochqualifizierter Wissenschaftlerinnen sind wichtige Instrumente, um Fachhochschulabsolventinnen trotz fehlendem Promotionsrecht bei ihrer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen. An der HTW gibt es seit 2003 einen Chancengleichheitsfond, der einen finanziellen Anreiz zur Förderung von konkreten Maßnahmen zur Chancengleichheit bietet.

Das genderbezogene Lehrangebot an der Hochschule ist fachbereichsbezogen und bedarfsorientiert aufgebaut. In jedem Semester werden die Angebote überprüft und gegebenenfalls neu ausgerichtet. Über das bei der Hochschulleitung angesiedelte Genderprojekt als Schnittstellenfunktion wird Gender in die Allgemeinwissenschaftlichen Ergänzungsfächer integriert. So wurde modellhaft das Instrument der Tandemlehre Fachexpertin/Expertin aus dem Fachgebiet Gender im grundständigen Bachelorstudium Betriebswirtschaftslehre für das Fach Marketing angeboten.

Ab dem Wintersemester 2009/10 ist der genderspezifische monoedukative Bachelorstudiengang „Informatik und Wirtschaft“ als Modellvorhaben gestartet. Dieser wird durch zwei Wissenschaftlerinnen mit Fachkompetenzen in der Frauen- und Geschlechterforschung organisatorisch und wissenschaftlich begleitet. Dadurch sollen die Motivation für Frauen, ein naturwissenschaftlich-technisches Fach zu studieren, erhöht werden. Die Stellen werden durch das Berliner Chancengleichheitsprogramm finanziert.

Im Kontext der hochschulübergreifenden Vernetzung der wirtschaftswissenschaftlichen Geschlechterforschung kommt der HTW ein besonderer Stellenwert zu, da dort die Geschäftsstelle des bundesweiten Ökonominnen-Netzwerks efas angesiedelt ist und seine international nachgefragten Jahrestagungen an der HTW in Berlin ausgerichtet werden. Ab 2008 wird der efas-Nachwuchsförderpreis (in memoriam Prof. Dr. Angela Fiedler) jährlich auf der Tagung im November vergeben.
(Siehe Koordinationsstellen/Netzwerke)